Unsere Gemeinschaft wächst zusammen

„Endlich mal Zeit haben für unsere Gemeinschaft.“

Das war Ende des Jahres 2017 ein großer Wunsch von allen Mitgliedern unserer Genossenschaft. Gerade in den Monaten November und Dezember galt es viele Entscheidungungen zu treffen, die den Bau unseres Hauses betrafen. Alle zwei Wochen saßen wir mehrere Stunden bei unseren Sitzungen zusammen, arbeiteten geduldig unsere lange Liste der Tagesordnungspunkte ab und spät am Abend verabschiedeten wir uns erschöpft voneinander.

Zeit für persönliche Gespräche blieb an diesen Sitzungsabenden nicht.

Zum Glück ändert sich das nun im Jahr 2018. Wir treffen uns nur noch einmal im Monat zu unseren Sitzungen, so dass die meisten Mitglieder unseres Wohnprojektes etwas Entlastung spüren. Nur die Mitglieder, die dem, im Januar neu gebildeten, Lenkungskreis angehören spüren von dieser Entlastung wenig, denn sie haben nun ebenfalls reglmäßige Treffen.

Doch auf dieser Seite soll der Schwerpunkt ausschließlich bei den Menschen liegen, die unserer Gemeinschaft angehören. Über die Arbeit, die in unserem Wohnprojekt steckt, berichten wir unter „Unsere Insel entsteht“.

25. März 2018

Um neuen Interessierten an unserem Projekt die Möglichkeit zu geben uns Mitglieder kennen zu lernen, trafen wir uns zu einem Spaziergang im Habichtswald. Aber natürlich freut sich auch die gewachsene Zahl an Mitgliedern über jede Möglichkeit, sich auszutauschen und näher kennen zu lernen. So marschierten wir mit über 20 Personen los. Das „Herbsthäuschen“ war unser Ziel, um dort einzukehren. Kaum losgegangen, bildeten sich unterschiedliche Grüppchen, um miteinander zu plaudern. Im Herbsthäuschen angekommen, nahmen wir an einem langen Tisch Platz und entweder wurden angefangene Gespräche fortgesetzt oder mit anderen Menschen neue begonnen. Zu erzählen haben wir uns genug, das kann man immer wieder beobachten.

19.Januar 2018

Unser erster Stammtisch hat stattgefunden. Die meisten unserer Mitglieder konnten dabei sein. Auch fünf Interessierte an unserem Projekt hatten den Weg zu uns gefunden. In angenehmer, lockerer Atmosphäre hatten wir nun zum ersten Mal Zeit, uns über einen längeren Zeitraum zu unterhalten. In wechselnden Konstellationen wurde sich über unser Wohnprojekt ausgetauscht, aber einen großen Teil des Abends wurde auch über persönliche Dinge gesprochen.  Die Zeit verging wie im Flug und resümierend kann gesagt werden, dass unser erster Stammtisch ein voller Erfolg war.

13./14. Januar 2018

An diesem Wochenende trafen wir uns schwerpunktmäßig natürlich wieder zum Arbeiten. Aber auch für die Gemeinschaft sollte sich Zeit genommen werden. Dazu gab es diesmal auch etwas Theorie:

    

Schnell wurde allen Anwesenden klar, dass dieser theoretische Input für unsere Gemeinschaft hilfreich ist. Denn sowohl in der momentanen Planungsphase, als auch später, wenn wir gemeinsam unter einem Dach leben, soll dies möglichst friedlich und mit einem wohlwollenden Blick geschehen.

Wichtige Fragen, wie z.B.
„Wie gehen wir miteinander um? Wie finden wir zu Entscheidungen, die für alle akzeptabel sind und die niemanden ausschließen?“ sind hier von großer Bedeutung.
Für unsere gemeinschaftliches Planen, Arbeiten und späteres Zusammenleben konnte durch verschiedene Übungen folgendes herausgearbeitet werden:
Gespräche sollen ergebnisorientiert sein, aber auch die Offenheit des Prozesses muss ausgehalten werden. Kompetenzen sollen geachtet und Schwächen zugelassen werden. Gegenseitige Wertschätzung trägt zum Gelingen des Prozesses bei. Der kleinste gemeinsame Nenner bei der größten gemeinsamen Vielfalt ist zu suchen.

Anschließend nahmen wir an einer Übung teil bei der deutlich wurde, dass auch positive Werte umkippen können, wenn sie ihren Bezugspunkt verlieren und zur Ideologie ausarten.

Verschwendung und Geiz vs. Großzügigkeit und Sparsamkeit wurden hier in Relation zueinander gestellt.
Irgendwo in diesem Quadrat spielt sich die Interaktion ab, die die Gruppe weiterbringt. Wenn die Relativität der Werte aus dem Blick gerät werden sie zu Unwerten.

Dies übten wir anschließend mit unterschiedlichen Begriffen, indem wir entsprechende quadratförmige Wertediagramme anfertigten:

 

Nach diesem „Theorie – Input“ sahen wir auf unsere wachsende Gemeinschaft mit einem anderen Blick,  waren aber auch erschöpft.

Doch nach einem gemeinsamen Mittagessen und kurzer Kaffeepause war die Motivation für die Weiterarbeit wieder hergestellt.

Und besser als mit diesem Foto kann man die Freude auf unser zukünftiges, gemeinschaftliches Wohnen kaum ausdrücken:

Die Grundrisse für unsere Wohnungen stehen (und wie man sieht, nicht nur auf dem Papier). Wir sind bereit!

4./5. November 2017

Unser erstes, gemeinsames Arbeitswochenende!
Nur wenige Mitglieder kannten sich zu dem Zeitpunkt schon etwas länger. Die meisten waren erst in den letzten drei Monaten dazu gekommen, so dass wir zu Beginn des Wochenendes alle sehr neugierig auf die anderen Menschen waren. Als alle im großen Stuhlkreis zusammen saßen, gingen den meisten sicherlich ähnliche Gedanken durch den Kopf: „Passen wir zusammen? Können wir später mal gemeinsam unter einem Dach leben, so unterschiedlich, wie wir auf den ersten Blick wirken? Haben wir gemeinsame Interessen? Wo könnten die liegen?“…
Mit diesen oder ähnlichen Gedanken starteten wir. Zwei Menschen aus unseren Reihen hatten sich bereit erklärt, für „unser erstes Kennenlernen“ etwas vorzubereiten. Und an dieser Stelle sei bereits erwähnt: Die beiden hatten sich genau das richtige für unseren gemeinsamen Start überlegt!

Denn wir sollten uns überlegen, in welcher Form wir zukünftig unter einem Dach zusammenleben wollen. Was könnte gemeinschaftlich unternommen oder organisiert werden? Wie könnte das Leben in unseren gemeinschaftlichen Räumen und Außenbereichen aussehen?

   

Und hier ein Wunsch mal ganz konkret:

Mit diesem Einstieg kam viel Leichtigkeit und eine hohe Motivation in unser Arbeitswochenende:

Gemeinsames Leben unter einem Dach?“
                                                                                                         „Klar, warum nicht!“