Tagebuch Gemeinschaft

Unsere Gemeinschaft wächst zusammen

Januar 2019

Wir blicken auf ein arbeits- und entscheidungsintensives Jahr 2018 hinsichtlich der Planung unseres Hausbaus zurück.
Unser monatlich stattfindender Stammtisch hat sich als fester Bestandteil etabliert.
Darüber hinaus gab es verschiedene Gelegenheiten, sich in kleineren Konstellationen zu treffen; ein paar von uns hatten z.B. Gelegenheit, sich von den „ViKoNauten“ durch unsere Kellergewölbe der ehemaligen Brauerei führen zu lassen. Andere sahen sich gemeinsam die DVD von den „ViKoNauten“ an, also eine virtuelle Führung durch die Keller. Und, am Ende des Jahres, gab es auch ein paar Mitglieder, die sich an Silvester trafen, um gemeinsam den Jahreswechsel zu feiern.

Es tut sich also was in unserer Gemeinschaft.

Der Wunsch, sich besser kennen zu lernen, wird uns auch im Jahr 2019 begleiten und uns Gelegenheiten dazu bieten.

27./28. Oktober 2018

Im Laufe des Jahres traten viele weitere Menschen der Genossenschaft bei, die Gruppe wurde immer vielfältiger, die Altersspanne größer (und beginnt nun bei null Jahren!).
Natürlich bestand weiterhin der Wunsch, alle näher kennenzulernen. Und außerdem gab es nach wie vor viel Organisatorisches zu besprechen, es bestand Informationsbedarf hinsichtlich der Bauplanungen etc. Unsere monatlichen Generalversammlungen reichten für all das nicht aus. Wir benötigten mal wieder mehr Zeit füreinander. 


So trafen sich (fast) alle Mitglieder der Genossenschaft für ein Wochenende im CVJM-Heim in Kassel. Die Wahl des Ortes bewährte sich, denn wir fühlten uns gut verpflegt und umsorgt, und auch eine Übernachtung war auf Wunsch problemlos möglich.

 

Zur Unterstützung bei dem Ablauf und für organisatorische Impulse hatten wir eine Moderatorin eingeladen, die uns zunächst dazu aufforderte, in kleinen Gruppen über eigene Sorgen, Wünsche, Schwächen und Stärken zu sprechen. Da ließen wir uns nicht lange bitten, überall wurde sich lebhaft ausgetauscht, zugehört, gelacht, gestaunt…

 

Wir lernten außerdem an einem konkreten Beispiel ein Verfahren kennen, mit dem man konkrete Entscheidungen respektvoll und „von allen Seiten“ diskutiert – und waren uns über die Notwendigkeit einig, derartige Prozesse einzuüben und zu pflegen.

Jeweils für Samstag und Sonntag hatten einzelne Mitglieder der Gruppe „Überraschungsblöcke“ vorgesehen. So fanden wir uns nach dem Zufallsprinzip zusammen, um unsere Geschichten zu erzählen, um gemeinsam kreativ tätig zu sein…
Und wir genossen diese Phasen, in denen wir Zeit für Neues und Unerwartetes hatten und auch Zwischentöne wahrnehmen konnten.

    

            

Schließlich erhielten am Sonntag in Anwesenheit der Architektin und in der anschließenden Generalversammlung auch bauspezifische Themen ihren Raum.

Ein unglaublich intensives und auch anstrengendes Wochenende ging zu Ende!
Alle waren sich einig: Nun wissen wir schon wieder ein bisschen mehr voneinander, und wir fühlen uns in der Gemeinschaft wahrgenommen.

25. März 2018

Um neuen Interessierten an unserem Projekt die Möglichkeit zu geben uns Mitglieder kennen zu lernen, trafen wir uns zu einem Spaziergang im Habichtswald. Aber natürlich freut sich auch die gewachsene Zahl an Mitgliedern über jede Möglichkeit, sich auszutauschen und näher kennen zu lernen. So marschierten wir mit über 20 Personen los. Das „Herbsthäuschen“ war unser Ziel, um dort einzukehren. Kaum losgegangen, bildeten sich unterschiedliche Grüppchen, um miteinander zu plaudern. Im Herbsthäuschen angekommen, nahmen wir an einem langen Tisch Platz und entweder wurden angefangene Gespräche fortgesetzt oder mit anderen Menschen neue begonnen. Zu erzählen haben wir uns genug, das kann man immer wieder beobachten.

19.Januar 2018

Unser erster Stammtisch hat stattgefunden. Die meisten unserer Mitglieder konnten dabei sein. Auch fünf Interessierte an unserem Projekt hatten den Weg zu uns gefunden. In angenehmer, lockerer Atmosphäre hatten wir nun zum ersten Mal Zeit, uns über einen längeren Zeitraum zu unterhalten. In wechselnden Konstellationen wurde sich über unser Wohnprojekt ausgetauscht, aber einen großen Teil des Abends wurde auch über persönliche Dinge gesprochen.  Die Zeit verging wie im Flug und resümierend kann gesagt werden, dass unser erster Stammtisch ein voller Erfolg war.

13./14. Januar 2018

An diesem Wochenende trafen wir uns schwerpunktmäßig natürlich wieder zum Arbeiten. Aber auch für die Gemeinschaft sollte sich Zeit genommen werden. Dazu gab es diesmal auch etwas Theorie:

    

Schnell wurde allen Anwesenden klar, dass dieser theoretische Input für unsere Gemeinschaft hilfreich ist. Denn sowohl in der momentanen Planungsphase, als auch später, wenn wir gemeinsam unter einem Dach leben, soll dies möglichst friedlich und mit einem wohlwollenden Blick geschehen.

Wichtige Fragen, wie z.B.
„Wie gehen wir miteinander um? Wie finden wir zu Entscheidungen, die für alle akzeptabel sind und die niemanden ausschließen?“ sind hier von großer Bedeutung.
Für unsere gemeinschaftliches Planen, Arbeiten und späteres Zusammenleben konnte durch verschiedene Übungen folgendes herausgearbeitet werden:
Gespräche sollen ergebnisorientiert sein, aber auch die Offenheit des Prozesses muss ausgehalten werden. Kompetenzen sollen geachtet und Schwächen zugelassen werden. Gegenseitige Wertschätzung trägt zum Gelingen des Prozesses bei. Der kleinste gemeinsame Nenner bei der größten gemeinsamen Vielfalt ist zu suchen.

Anschließend nahmen wir an einer Übung teil bei der deutlich wurde, dass auch positive Werte umkippen können, wenn sie ihren Bezugspunkt verlieren und zur Ideologie ausarten.

Verschwendung und Geiz vs. Großzügigkeit und Sparsamkeit wurden hier in Relation zueinander gestellt.
Irgendwo in diesem Quadrat spielt sich die Interaktion ab, die die Gruppe weiterbringt. Wenn die Relativität der Werte aus dem Blick gerät werden sie zu Unwerten.

Dies übten wir anschließend mit unterschiedlichen Begriffen, indem wir entsprechende quadratförmige Wertediagramme anfertigten:

 

Nach diesem „Theorie – Input“ sahen wir auf unsere wachsende Gemeinschaft mit einem anderen Blick,  waren aber auch erschöpft.

Doch nach einem gemeinsamen Mittagessen und kurzer Kaffeepause war die Motivation für die Weiterarbeit wieder hergestellt.

Und besser als mit diesem Foto kann man die Freude auf unser zukünftiges, gemeinschaftliches Wohnen kaum ausdrücken:

Die Grundrisse für unsere Wohnungen stehen (und wie man sieht, nicht nur auf dem Papier). Wir sind bereit!

4./5. November 2017

Unser erstes, gemeinsames Arbeitswochenende!
Nur wenige Mitglieder kannten sich zu dem Zeitpunkt schon etwas länger. Die meisten waren erst in den letzten drei Monaten dazu gekommen, so dass wir zu Beginn des Wochenendes alle sehr neugierig auf die anderen Menschen waren. Als alle im großen Stuhlkreis zusammen saßen, gingen den meisten sicherlich ähnliche Gedanken durch den Kopf: „Passen wir zusammen? Können wir später mal gemeinsam unter einem Dach leben, so unterschiedlich, wie wir auf den ersten Blick wirken? Haben wir gemeinsame Interessen? Wo könnten die liegen?“…
Mit diesen oder ähnlichen Gedanken starteten wir. Zwei Menschen aus unseren Reihen hatten sich bereit erklärt, für „unser erstes Kennenlernen“ etwas vorzubereiten. Und an dieser Stelle sei bereits erwähnt: Die beiden hatten sich genau das richtige für unseren gemeinsamen Start überlegt!

Denn wir sollten uns überlegen, in welcher Form wir zukünftig unter einem Dach zusammenleben wollen. Was könnte gemeinschaftlich unternommen oder organisiert werden? Wie könnte das Leben in unseren gemeinschaftlichen Räumen und Außenbereichen aussehen?

   

Und hier ein Wunsch mal ganz konkret:

Mit diesem Einstieg kam viel Leichtigkeit und eine hohe Motivation in unser Arbeitswochenende:

Gemeinsames Leben unter einem Dach?“
                                                                                                         „Klar, warum nicht!“